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Klimaschutz auf dem Teller

Veröffentlicht am 28.12.2020

Was hat eigentlich Fleisch mit dem Klimawandel zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel, doch gerade tierische Lebensmittel fallen bei der persönlichen Klimabilanz und dem natürlichen Ressourcenverbrauch deutlich ins Gewicht.

Fleisch und Milchprodukte sind in der Herstellung und Produktion um ein mehrfaches energieaufwändiger und verursachen erheblich mehr Treibhausgase wie CO2, Methan und Lachgas als Obst, Gemüse und Getreide.

So verschlingt nur ein Kilo Schweinefleisch ca. 10 qm Nutzfläche, rund 6000 Liter Trinkwasser und 650 Gramm Soja.

Schon heute dienen etwa 70 Prozent des globalen Agrarlandes zur Fütterung von Tieren, die den Fleischhunger einer wohlhabenden Minderheit der Weltbevölkerung stillen. Diese Agrarflächen fehlen dann zum Anbau lebensnotweniger Nahrungsmittel der hungernden Bevölkerung.

Unser Fleischkonsum hängt direkt mit der Erderwärmung zusammen, zum einen entstehen durch die Nutztierhaltung vor allem Treibhausgase wie Methan und Lachgas, zum anderen werden unwiederbringlich wichtige CO2-Speicher ganze Ökosysteme wie der Regenwald zerstört um dort mehr Soja als Futtermittel anzubauen, was noch mehr CO2 freisetzt und Niederschläge verringert. Die WWF-Studie: „Klimaschutz auf dem Teller“ informiert umfassend zu diesem Thema.

Erderwärmung, Flächenverbrauch, Grundwasserbelastung durch Gülle, Antibiotikaresistenzen – es gibt genug Gründe für ein paar fleischlose Tage.

Mit dem Fleischrechner von www.Blitzrechner.de können Sie individuell errechnen, wie viele Ressourcen Ihr persönlicher Fleischkonsum verbraucht und welcher Effekt eine Reduzierung auf die Umwelt haben kann. Berechnet werden dort neben dem CO2-Ausstoß auch der Wasserverbrauch und die Menge der in der Viehzucht verwendeten Antibiotika.

Der deutsche Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch liegt durchschnittlich bei rund 60 Kilo im Jahr. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist das doppelt so viel, wie es unserer Gesundheit zuträglich ist. Ein gesundes Maß liegt demnach bei 300-600 Gramm Fleisch/Wurst in der Woche, das wären dann 2-3 Fleisch- bzw. Wurstmahlzeiten auf dem wöchentlichen Speiseplan.

Eine Halbierung des Fleischkonsums ist ein kleiner Schritt und leistet dennoch einen großen Beitrag für Umwelt und Gesundheit.

Starten Sie also einen Selbstversuch:

Kaufen Sie regionale, saisonale und ökologisch erzeugte Produkte, vielleicht direkt im Hofladen oder beim Bauern Ihres Vertrauens. Essen Sie Ihr Brot doch mal statt mit Wurst oder Käse mit einem leckeren Brotaufstrich aus Hülsenfrüchten.

Pilze, Bohnen, Erbsen und Linsen eignen sich außerdem als Beilage und sind eine gute Eiweißquelle. Kochen Sie öfter selbst und mit dem, was die Region bereithält. Das spart Geld und hilft auch den heimischen Landwirten.

Und wenn es Fleisch sein soll: Auch hier gilt Qualität statt Quantität - Greifen Sie zu einem Stück aus deutscher Weidehaltung, ökologisch und artgerecht.